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MASTERS OF DARK FIRE - für Leser unserer Seite keine unbekannte Band. Seit der Vorstellung auf NORTHERN-GOTHICS.DE in 2007 haben sich die Berlin-Brandenburger Goth-Rocker im Sonic Seducer dem "Battle of the Bands 2009" gestellt - und prompt gewonnen. Nun liegt mit "Dead Spots" der erste offizielle Longplayer vor, der bei DANSE MACABRE erschienen ist.
Also, bei ANDERS MANGA wird's nun wirklich spannend. Kostprobe aus dem Promosheet: DarkWave, dunkel-melancholisch, Gothtronica... Ein verzweifelter Versuch, das, was man eigentlich nur fühlen kann, in Worte zu fassen? Also, dieses unterschwellige Gefühl, welches einen beim Hören von Musik beschleicht, die sich nicht einfach sofort erschließt, weil sie sich nicht - wie unbequem! - mit irgendwas vergleichen lässt, dass es schon gibt? Prost Mahlzeit! ANDERS MANGA ist ANDERS MANGA - und wenn's ihn nicht gäbe, müsste man ihn erfinden, damit er, zur Hölle nochmal, das komponiert, was er halt so komponiert.
Es ist schade, dass gerade diejenigen Künstler aus der Schwarzen Szene oft am wenigsten gehört werden, die wirklich noch etwas zu sagen haben. Es wird so viel hirnloser Mist auf die gierigen Massen losgelassen, die nur zu gern einen neuen Beat durch den Körper zucken lassen, statt sich zu fragen, ob sie nicht bei WESTBAM und Co. vielleicht besser aufgehoben wären. Einen Unterschied würde es kaum machen. Auf der Schwelle zum verteufelten 30. Lebensjahr erliege ich einmal der ewigen Versuchung des "Früher war alles besser!": Was ist eigentlich aus den nebelgeschwängerten Katakomben mit Tarnnetzen an Decke und Wänden geworden, in die man sich an ausgewählten Wochenenden zurückzog? Wo sind die düsteren, verstörenden Sounds geblieben, die die damals so besondere Atmosphäre maßgeblich beeinflusst haben?
IN STRICT CONFIDENCE gehören zu den erfolgreichsten Electro-Acts der deutschstämmigen Szene und die Band um Dennis Ostermann und Jörg Schelte hat mit Songs wie "Zauberschloss", "Engelsstaub" und "Herzattacke" emotionale Clubhits abgeliefert, die mit Fug und Recht zu den meistgespielten Everdarks in den Clubs der Republik gehören. Nach dem 2004er Erfolgsalbum "Holy" trat jedoch eine etwas ruhigere Phase ein und ISC konnten nicht nahtlos an alte Erfolge anknüpfen, was vor allem an dem noch einmal in ruhigere Bahnen gelenkten Sound der Band lag, der nicht mehr so recht in die nach immer abgedrehteren Sounds gierende Szene der Cybergothics passen wollte.
So richtig wusste ich mit der PATENBRIGADE: WOLFF nichts anzufangen. Die beiden ersten Alben ("Hochstapler" und "Demokratischer Sektor" - Retrospektive), die wir in der Redaktion erhielten habe ich seinerzeit an einen anderen Redakteur abgegeben. Schlicht und einfach deshalb, wie ich heute reumütig gestehe Jochen, weil ich die ganze Nummer schon allein ob der - aus meiner Sicht - albernen Konzeption nicht so recht mögen konnte. "Untrue" kam mir da zwar nicht in den Sinn, aber die Technoisierung der Szene geht sogar mir als Electro-Hörer langsam aber sicher zu weit. Und die Jungs der PATENBRIGADE in ihren Sicherheits-Warnfarben-Outfits lösten bei mir erstmal kategorisch Abneigung aus.
Die Britischen Vorzeige-Elektroniker NITZER EBB sind zurück! Das erste neue Album seit fünfzehn Jahren trägt den - relativ unspektakulären, dafür aber eingängigen - Titel "Industrial Complex" und wird für gehörige Aktivität auf den Szene-Tanzflächen rund um den Erdball sorgen, so viel ist sicher. Aktuell sind die drei EBM'ler mit ihrer eigenen Tour fürs Erste durch, dafür supporten sie in nächster Zeit keine geringeren als DEPECHE MODE auf der "Tour Of The Universe". Echten Fans der Stilrichtung wird der Sound der Supporter wohl gefallen, dem schlichten DM-Fan, der einfach nur mal die Großen live sehen möchte, passt der NEP-Sound vielleicht nicht so ganz in den Kram.
ASSEMBLAGE 23, THE BIRTHDAY MASSACRE, FRONT LINE ASSEMBLY, LEFT SPINE DOWN - Szenemusik aus Kanada klingt immer schräg, immer anders und glücklicherweise niemals wirklich schlecht. Zumindest beweisen diese These die genannten Acts. Gleiches gilt für THE RABID WHOLE, deren Werk "Autraumaton" im November in die Läden kam. In Zeiten der bisweilen extremen Diversifikation von Musikstilen scheuen sich die meisten Bands, sich in eine "etablierte Schublade" zu stecken oder stecken zu lassen. So wird oft nicht nur für eine neue Band sondern notfalls auch nur für ein Album ein neues Genre erdacht. Doch THE RABID WHOLE fühlen sich mit dem doch recht allgemeinen Genre Industrialrock ganz wohl.
Die Schleswig-Holsteinischen Lokalgrößen SHADOW-MINDS wagen den Sprung auf die Bühne der medialen Wahrnehmung - mit DANSE MACABRE steht den Elektronikern nun ein starker Partner zur Seite. Gänzlich neues Material - so impliziert es schon der Titelzusatz "Rebuild" - gibt es aber leider nicht auf die Ohren. Allerdings dümpelte die Band, trotz einiger Beachtung auf so prominenten Bühnen wie der von BLUTENGEL, in den letzten Jahren noch unterhalb der Wahrnehmungsschwelle der Masse herum. Es dürfte also höchstens die Hardcore-Fans der ersten Stunde traurig stimmen, dass auf das neue Album "The Ark Of Dark" noch bis Mitte 2010 gewartet werden muss.
Keine Frage: Es ist heute unglaublich schwer, sich als Electroproject gegen die schier endlos vorhandene Konkurrenz durchzusetzen. Electro kann jeder "herstellen", der einen PC, die richtige Software und ein bisschen Fantasie hat. Und manchmal... braucht's nicht einmal das. Sich in diesem Wust aus grottenschlechtem, oft bestenfalls halbgaren Sound aus der Retorte Gehör zu verschaffen, wenn man es wirklich ernst meint, ist jedenfalls ambitioniert. Wenn es am Ende wenigstens nur die auf CD schaffen würden, die auch mit Qualität aufwarten, wär's noch besser. Denn auch die Hörer sind längst abgestumpft. Der letzte Electroact, der bei mir sofort punkten konnte wie mit dieser Scheibe EUROCIDE waren seinerzeit CENTHRON mit ihrem "Gottwerk". Und das ist lange her!
Musik kann so dahin rieseln, sie kann trefflich unterhalten, sie kann Spannungsbögen voll emotionaler Falltiefen erschaffen, gute oder schlechte Laune verbreiten. Sie kann einlullen oder ängstigen. Im besten Falle vereint gute Musik etliche dieser Attribute in sich und führt den Hörer in ein Wunderland der Fantasie. So geschehen auch bei dem süddeutschen Duo Kaltlicht (bestehend aus Anton Newerow - programming, vocals, guitar, bass, keys - und Linda Sziklai - violin, vocals -).
So langsam wird's eng im Schwarzen Festival-Kalender: Der Veranstalter der erfolgreichen AMPHI- und ZITA ROCk-Festivals in Köln und Berlin wartet mit einem neuen Eintagesfestival auf - rein elektronisches Programm steht hier auf dem Plan. Bereits jetzt steht bis auf zwei Bands das komplette Line-Up für das Debüt in der Berliner Zitadelle. Diese Location beherbergt bereits das genannte ZITA ROCK-Festival und wurde von den Besuchern in den höchsten Tönen gelobt. Und hier die bisher bestätigten Acts: