| DUNGEON OPEN AIR 2009 |
| Webzine - Eventberichte | ||||
| Geschrieben von: Michael Scholt | ||||
| Mittwoch, 15. Juli 2009 um 14:58 Uhr | ||||
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Am Samstagvormittag war eine weitere Band ausgefallen und die ersten beiden hatte ich verpasst, als ich zum Festivalgelände kam. SHADE OF SHAMBLES aus Berlin überzeugten mit atmosphärischem Gothrock und intelligenten Texten. Leider hatten sich zur frühen nachmittäglichen Stunde erst wenige Gäste vor der Bühne versammelt. Ohnehin schien es so, als wären einige Gäste vom Vortag nicht wiedergekommen, was nur mit der kurzfristigen Absage des Headliners für Samstag zu erklären ist. Denn das Wetter sollte an diesem Tag weitgehend trocken und gelegentlich sogar sonnig bleiben. MINERVE spielten Synthiepop aus dem Reagenzglas der Produzenten von TOKIO HOTEL (kein Scherz). Die drei Sonnyboys in weißen Turnschuhen boten teils tanzbare, aber sterile Beats mit austauschbaren Texten aus dem Songbaukasten, wurden vom Publikum aber recht gut aufgenommen. Es wurde deutlich, dass der Geschmack des wenigen Publikums deutlich elektronisch orientiert war, was in Anbetracht der elektrolastigen Bandauswahl aber auch nicht verwundern kann. Schließlich bestand das Publikum größtenteils aus den Mitgliedern der anderen Bands. Die Reihen lichteten sich und DAS SCHEIT hatten es schwer, die wenigen verbliebenen Zuschauer in Stimmung zu bringen, obwohl sie eine durchaus gelungene Mischung aus Gothic Metal und Industrialrock präsentierten. Sie scheuten sich auch nicht, zwei Popklassiker zu covern und in ein ungewohnt hartes Gewand zu verpacken. „Because The Night“ von Patti Smith und absolut genial: „Everything´s Coming Up Roses“ von Black. DECENCE wurden dann wieder etwas ruhiger und futurepopten im Sonnenuntergang vor sich hin, stellten einige Titel ihres neuen Albums „Ianus“ vor und gaben gegen Ende sogar ein Kinderschlaflied zum Besten. Anfangs hatte der Sänger ein paar stimmliche Probleme und der zweite Mann auf der Bühne hätte besser gar nicht zum Mikro gegriffen. Die Keyboarderin hatte man wohl eher fürs Auge auf die Bühne gestellt, denn großen Einfluss konnte sie auf die Musik vom Band nicht mehr nehmen. Mit MASSIV IN MENSCH ging es ebenfalls elektronisch weiter, allerdings deutlich kompromissloser als bisher. Mit harten Beats und technoidem Bassgewummer ließ die Band aus Varel (was immer das sein mag) keinen Zweifel aufkommen, dass „Dark Rave“ eine angemessene Bezeichnung für ihre Musik war. Natürlich spielten MASSIV IN MENSCH ihren großen Hit „Offensivschock“, mit dem sie bereits vor zehn Jahren die Tanzflächen stürmten. Aber auch neuere Songs wie „Pink Dream“ oder „Supermassive Gravity“ wussten zu begeistern. Trotz einsetzenden Regens wurde viel getanzt. Für die Kieler Gothic Metal Band AMATRIS lichtete sich der Himmel dann noch einmal. Sie hatten aufgrund der Absage von CLAN OF XYMOX die Position des Headliners für Samstag übernommen und gaben sich alle Mühe, dem gerecht zu werden, obwohl ihr Tontechniker kurzfristig für den Auftritt abgesagt hatte. Teile des eher elektronisch orientierten Publikums hatten sich bereits zurückgezogen, dennoch konnten AMATRIS die verbliebene Leute noch einmal motivieren. MEHR ZUM THEMA AUF NORTHERN-GOTHICS.DE D-O-A Dungeon Dungeon Open Air Welle:Erdball Clan Of Xymox Psyche Dolls Of Pain Arya Minerve Decence Amatris Das Scheit Shadow Minds Shade Of Shambles Massiv In Mensch Chrom The Promise DEN.C.T.BUG ALAmobiAVerwandte Artikel
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