| FESTIVAL: M'ERA LUNA 2006 |
| Webzine - Eventberichte |
| Geschrieben von: Stefan Surkamp |
| Montag, 21. August 2006 um 17:00 Uhr |
Wie beginnt man den Bericht über ein Festival, das längst zu einer Institution innerhalb der Schwarzen Szene geworden ist? Mit einem platten „Alle Jahre wieder...“? Mit einer Hommage an die vergangenen Events? Oder doch besser mit einem Allerweltsthema wie dem Wetter? Nun, in diesem Jahr entscheide ich mich für letzteres, denn nach dem letztjährigen Desaster in Sachen Niederschlag, beschäftigte wohl kein anderes Thema die rund 22.000 Menschen beherbergende Zeltstadt so sehr, wie eben das Wetter. Um ehrlich zu sein: Es war geradezu fies und hinterhältig, was insgesamt 8 verschiedene Wetterdienste für dieses Wochenende prophezeit hatten: Niederschlagswahrscheinlichkeit zwischen 65 und 90 Prozent.Wer packt denn da noch T-Shirts ein? Regenkluft und extra Planen für die Zeltburg sind da wichtiger! Doch… Es sollte anders kommen! Der nicht unerhebliche Pulk aus Menschen, die man nicht unbedingt als Anhänger der wieder gebuchten Ansagerin Medusa bezeichnen kann, unkte gar, dass die zuvor bedrohlich aufgezogenen Wolken aus purem Trotz einen Bogen um Drispenstedt machten. Frei nach dem Motto: „Wenn DIE uns ansagt – nein, dann nicht!“. Sei es gewesen, wie es war – das M’era Luna-Festival blieb entgegen aller Erwartungen so trocken, wie seit zwei Jahren nicht mehr. Verschont blieben die Besucher dann auch von Hitzerekorden wie in 2003 und 2004. Beste Voraussetzungen für ein angenehmes Miteinander. Das Line-Up hatte in diesem Jahr vor allem eines zu bieten: Eine Zeitreise in die Anfänge der Szene, wunderschön in Symbiose gebracht mit aktuellen und dauerhaft angesagten Acts. NITZER EBB, BAUHAUS und DIE KRUPPS tummelten sich neben ASP, WITHIN TEMPTATION, BLUTENGEL und THE BIRTHDAY MASSACRE – wie kann man die Generationen einer nun schon seit knapp 30 Jahren existenten Szene besser vereinen? Gar nicht – ein Lob an den Veranstalter für so viel familieninterne Weitsicht. Denn man kann zwar ein Festival für eine recht abgegrenzte Zielgruppe auf die Beine stellen; es ist aber etwas völlig anderes, dieses auf eine Art und Weise zu tun, die von eben jener Zielgruppe Jahr um Jahr wohlwollend akzeptiert und angenommen wird. Anders als bei der anderen Referenz-Veranstaltung der Gothic-Szene, dem Wave Gotik Treffen, ballt sich hier jährlich auf vergleichsweise engem Raum ein Publikum jenseits der 20.000er-Marke zusammen, das von gänzlich unterschiedlichen musikalischen Präferenzen getrieben wird. Jede szenekonforme Stilrichtung, jede erdenkliche Spielart will bedient werden. Dass dieses 7. M’era Luna-Festival nicht entsprechend seiner numerischen Stellung ein verflixtes wurde, ist sicherlich auch der eingehenden Beschäftigung mit dem – durchaus nicht einfachen – Klientel geschuldet. Das jedoch eben jenes Klientel nicht immer dem Maßstab genügt, den es an sich selbst legt, belegt eine Episode im Sanitärbereich, die eine – mir persönlich viel zu große – Menge Menschen miterlebt hat. Eigentlich darf man sich schon glücklich schätzen, dass man auf diesem Festival neben den berüchtigten Dixies auch einigermaßen komfortable Sanitäranlagen zur Verfügung hat. Ich empfinde es immer wieder als angenehm, dass sich in unmittelbarer Reichweite zum eigentlichen Geschehen diese fest installierten „Örtchen“ befinden, die noch dazu ständig von freundlichem Personal gereinigt und mit den nötigen Utensilien frisch bestückt werden. Dass dies nicht jedem genügt, durfte man dann auf unschöne Art und Weise am Samstagmorgen erleben. Eine Besucherin hatte sich mit dem unweigerlich benötigten Zellstoff auf den Weg zu den sanitären Einrichtungen begeben. Dort angekommen wurde sie von einem Mitarbeiter der „Saubermänner“ freundlich darauf hingewiesen, dass bereits alles vor Ort sei. Nicht nur ihm verschlug es die Sprache, als er auf zickig-herablassende Art mit der Aussage „Du sollst hier nur sauber machen! Rede nicht mit mir!“ bedacht wurde. Mich traf es ebenso wie die umstehende Schwarzkittelschaft: Ich bekam kein Wort heraus, auch wenn an dieser Stelle das Wort „Zivilcourage“ wohl einmal mehr bemüht werden dürfte. Nehmen wir einfach – pessimistisch wie wir sind - mal an, dass diese Episode den Herren dazu veranlasst hat, weiteren Konversationen (und befürchteten Konfrontationen) aus dem Wege zu gehen. Was wird er dann zu Hause seiner Familie über die „Grufties“ zu berichten haben? Nachdem ich einige Jahre mit den Securities und anderem Service-Personal auf verschiedenen Vernstaltungen der Szene „gewachsen“ bin, kann ich nicht oft genug darauf hinweisen, dass diese Menschen sich mehr und mehr und inzwischen immer wieder auf diese „schwarzen“ Festivals und Konzerte freuen. Denn wir bescheren ihnen jedes Mal einen oder mehrere – im Vergleich mit anderen Veranstaltungen – friedliche Tage. Vergessen wir nicht, was die „Ahnen“ der Szene uns mit auf den Weg gegeben haben: Freundlichkeit und Toleranz. Ja, ich weiß es gibt kein streitbareres Wort innerhalb der Schwarzen Szene. Schande über mich. Aber in allgemeiner Hinsicht hat das auch heute noch seine Gültigkeit. Erinnert Euch bitte daran. Anderenfalls wird es bald keinen Unterschied mehr machen, welche Kleidung wir tragen und welche Emotionen wir damit verbinden. Und das wäre schade. Doch wenden wir uns an dieser Stelle wieder erfreulicherem zu – der Musik. Denn wegen dieser sind wir ja schließlich wieder einmal nach Hildesheim gereist. Sonnabend, 12. August 2006 Hangar SAMSAS TRAUM Nach beeindruckenden Alben wie „a.Ura und das Schnecken.Haus“ freute ich mich darauf, den Mann mit der Stimme, den Mann mit der Stimme, die mich beim Hören der CDs wieder und wieder sehr ergriffen hatte, live und in Farbe hören und sehen zu können. Der Hangar füllte sich schnell und endlich betraten Samsas Traum die Bühne. Gespannt reckte ich meinen Kopf, um den Mann mit der tollen Stimme erspähen zu können, denn der Stimme nach musste der Tonkörper dazu mindestens genauso beeindruckend sein. Aber: Fehlanzeige! Ein rothaariges und -bärtiges Jüngelchen hatte das Mikro in der Hand, und trällerte ein schräges "Hoch hinter den Terrorbergen, bei den sieben Terrorzwergen, ich werde Taliban..." in selbiges. Enttäuscht wartete ich auf den nächsten Song - vielleicht kommt die tolle Stimme der CD ja noch auf die Bühne… Aber auch hier: Fehlanzeige! Tapfer hielt ich noch ein paar weitere Songs durch, um mich dann betrübt durch die Massen hinaus zu zwängen. Fazit: Wundervolle Studioband, aber live eher mittelprächtig. Schade!
THE GATHERING Die bereits seit 1989 bestehende niederländische Band, die seit Gründung einige personelle Umstrukturierungen hinter sich hat, gab sich am Samstagabend im Hangar als letzte Band die Ehre. Einige Dinge fielen sofort auf: Sängerin Anneke sah besser aus als je zuvor, und von der Entbindung vor knapp einem Jahr ist auch nichts mehr zu sehen. Und: THE GATHERING ist eine weitere Band, die nicht komplett in schwarz auf der Bühne steht. Überhaupt waren bei diesem Act erstaunlich viele Blue-Jeans auf der Bühne zu sehen. THE GATHERING brachten einige Stücke aus dem aktuellen Album "Home" und danach fast ausschließlich Songs vom "Mandylion"-Album , wie z.B. Strange Maschine" und "Elèanoir" auf die Bühne. Mit atmosphärisch-sanftem Gesang, unterlegt mit poppig-melodischen Beats, durchzogen von rockigen Elementen und so ganz und gar ungruftig (ver)führten THE GATHERING ihr Publikum irgendwohin, weit weg vom M’era Luna. Und das Publikum bedankte sich mit lang anhaltendem Applaus. Fazit: Ein beeindruckendes Konzert einer absolut großartigen Band!
Mainstage DIE KRUPPS 25 Jahre und kein bisschen leise… Und das ist gut so! Auch wenn die Krupps seit 1997 getrennte Wege gehen, so haben sie sich zum Jubiläum wieder zusammengefunden, allerdings in veränderter Besetzung. Die Fangemeinde hatte also die wunderbare Gelegenheit einem der seltenen "Limited-Konzerte" dieser Jubiläumstour beizuwohnen, bei dem unter anderem Gründungsmitglied Bernward Malaka sein Revival feierte. Bei grandiosem Wetter und bester Stimmung auf beiden Seiten konnte man einem tollen Konzert beiwohnen, bei dem natürlich die Klassiker „Fatherland“ und „To The Hilt“ nicht fehlen durften. Fazit: Ein Beleg für eine aus gutem Grunde bereits knapp drei Dekaden währende Erfolgsgeschichte.
BAUHAUS Wenn ein Urgestein wie BAUHAUS seinen Ruf aussendet, rollt die Fangemeinde der minimal-synthetischen Musik freudig an. Auch nach fast 30 Jahren Bühnenerfahrung haben weder Bauhaus noch ihr Sänger Peter Murphy auch nur einen Funken an Ausstrahlung verloren, und verzauberten ihre Fans mit einer abwechslungsreichen Zeitreise durch ihre Diskographie. Nicht umsonst diente Murphy als Vorlage für die Comic-Figur Eric Draven ("The Crow"). Sie gaben ein wundervolles Konzert, welches durch den Klassiker "Bela Lugosi`s Dead" abgerundet wurde und sogar Nicht-Anhänger ( wie mich, zugegeben) in ihren Bann zog. "Near the Atmosphere" lautet der Titel der aktuellen Tour - und so fühlte es sich auch an. Düster-sphärische Klänge in einer düsteren Samstagnacht. Fazit: Ein absolut perfekter Abschluss für den ersten Abend des Festivals! Und dieser sollte – wie bereits am Abend zuvor – in der Hangar-Disco weiter gefeiert werden. Bis in den frühen Morgen wurde bei, vornehmlich elektronischer, Beschallung die Nacht zum Tage gemacht. Erst gegen 5:00 Uhr verließen die letzten Nachtschwärmer die Disco-Halle. Begleitet von den unvermeidlichen „Heeeeelgaaaaa“-Rufen fanden aber auch sie in die Zeltquartiere und konnten sich zur Ruhe betten, während anderenorts schon die ersten Früh-Duscher aus den Zelten krochen. Allzu lange war ihnen und den passionierten Langschläfern aber auch keine Ruhe gegönnt, denn die ersten Bands kamen bereits gegen 09:00 Uhr zum Soundcheck auf die Bühne. In den Reihen der Techniker befand sich an diesem Morgen ein Witzbold mit ausgesuchtem Musikgeschmack… „M’era Luna-Jazzfestival“ mochte man ausrufen, als New-Orleans-Jazz der besten Sorte aus der beeindruckenden Lautsprecheranlage über den Zeltplatz schallte. Auch wenn dieses Intermezzo nur etwa 30 Sekunden dauerte, soll man ja für andere Musikbereiche offen sein. Ich persönlich hätte einer längeren Frühstücksbeschallung in diesem Stil durchaus zugestimmt. Aber mich hat ja keiner gefragt…
Wenden wir uns an dieser Stelle aber wieder den musikalischen Leckerbissen zu, die auf dem offiziellen Spielplan standen: Sonntag, 13. August 2006 Hangar IN STRICT CONFIDENCE Sehr lange hatte man IN STRICT CONFIDENCE nicht live erleben können, vor allem nicht auf den großen Bühnen der Festivals. Der Auftritt auf der Parkbühne beim 13. Wave Gotik Treffen markierte damals in der Hinsicht den vorläufigen Schlusspunkt und war ein voller Erfolg. Nun war man natürlich sehr gespannt, was die Band um Dennis Ostermann und Antje Schulz nach so langer Zeit im Gepäck hatte. Immerhin ist der neue Longplayer „Exile Paradise“ bereits seit Mitte Mai im Handel erhältlich. Doch leider hatte der Sound-Engeneer an diesem Tage ein sehr unglückliches Händchen. Mehr als einen Soundbrei aus Bass, Drums und Gitarre bekamen die vielen Zuschauer an diesem Nachmittag nicht zu hören. Blieb noch der Augenschmaus der Vocal-Akteure Denis und Antje, die sich mit ihren Outfits dem jeweils anderen (oder teilweise auch gleichen) Geschlecht empfahlen. Fazit: Schade! Es hätte bei besserem Sound so wunderschön werden könne. Denn wer kann sich schon einem Evergreen wie „Zauberschloss“ entziehen?
DE/VISION Die deutsche Progressive-Pop-Band, bestehend aus den Gründungsmitgliedern Thomas Adam und Steffen Keth, hatten sich an diesem Abend mit ausgesprochen guter Laune ausgestattet. In Schneetarnhose gekleidet, überzeugte Sänger Steffen das Publikum schon beim ersten Song, den er mit ausgiebigen Tanzeinlagen untermalte. DE/VISION verzauberten ihr Publikum mit melodisch-sphärischen Klängen, durchzogen von progressiven elektronischen Elementen. Fazit: Sehr angenehmes Electro-Konzert, das einmal mehr bewiesen hat, dass elektronische Musik sich nicht in wildem Lärm erschöpfen muss. Mainstage
EPICA Bis zum Auftritt hatte ich keinen blassen Schimmer wer oder was sich wohl hinter diesem Namen verbirgt. Und ganz ehrlich: Viel schlauer bin ich noch immer nicht. Wikipedia beschreibt EPICA als eine 2003 gegründete Gothic-Metal/Symphonic-Metal-Formation aus den Niederlanden. Für mein Empfinden viel Metal und wenig Gothic. Die Fans allerdings waren hingerissen, woran die ausgesprochen hübsche Sängerin Simone Simons wohl nicht ganz unschuldig war. Fazit: Ein schönes Metalkonzert, das für mein Empfinden allerdings ein wenig deplaziert war.
THE BIRTHDAY MASSACRE Gespannt wartete ich auf den Auftritt von THE BIRTHDAY MASSACRE, die ich bis dato nur vom Namen her kannte und wusste, dass sie aus Kanada kommen und jüngst im Roxy-Concerts in Flensburg Station gemacht hatten. Sonntag Nachmittag sollte es dann endlich soweit sein. Gut gelaunt und ausgelassen kamen Frontfrau Chibi, mit frechen Zöpfen und gepunktetem Kleid, mit dem Rest der Truppe, stilvoll in Anzügen, auf die Bühne und überzeugte sowohl das Publikum als auch das Wetter (bliebe die Frage offen, ob Frauenstimmen das Wetter verändern können…). Chibi überzeugte mit einem Stimmvolumen, von dem ich bis heute nicht weiß, wie sie innerhalb einer Textzeile von glockenklarem Gesang auf Metal-Gegrunze umschalten kann und umgekehrt. Songs wie "Happy Birthday" und "Violet" sowie große Teile des gleichnamigen Albums machten diesen Auftritt zu einem einzigartigen Erlebnis. Fazit: Ein großartiges Konzert einer jungen Band, die mit Sicherheit noch viel von sich hören lassen wird.
APOPTYGMA BERZERK Sehr gespannt war ich auf die Darbietung von APOPTYGMA BERZERK, jener norwegischen Band, die mit ihrem Namen nach der Stilwandlung so manchen Moderator konventioneller Radiostationen zur Verzweiflung trieb. Was würden sie wohl spielen? Die guten alten Sachen oder eher die neuen poplastigeren Stücke? Zugegeben, nachdem man "Shine On" als Klingelton bei Jamba bestellen konnte, habe ich mich ein wenig von dieser Band abgewandt. Deshalb ging ich auch mit einer guten Portion Skepsis in Richtung Bühne. Das Banner hing - tausende Fans hatten sich vor der Mainstage versammelt um diesen Act beizuwohnen. Ein gutgelaunter Stephan Groth betrat mit der norwegischen Flagge - welche das Konzert über den Microständer zieren sollte - in der Hand die Bühne. Zur Freude aller gaben sie dann ein gut gemischtes Potpourri aus vielen alten Klassikern - wenn auch in teilweise ungewohnten Versionen - durchzogen von einigen wenigen neuen Stücken. Alles in allem eine wunderschöne Zeitreise durch die Discographie dieser großartigen Band, welche nunmehr seit 16 Jahren besteht. Hits wie "Until The End Of The World", "Kathy’s Song" und "Non-stop Violence" rundeten die Setlist von APOPTYGMA BERZERK ab. Fazit: Eine Band, deren langjährige Bühnenerfahrung dazu beiträgt, dass sie live noch besser rüberkommen, als auf Platte.
Es ist immer wieder erstaunlich, wie eine Veranstaltung mir tausenden von Besuchern eine Atmosphäre zu schaffen vermag, die – abgesehen von angeführten „Ausfällen“ – von gegenseitigem Respekt, Ruhe und Vernunft geprägt ist. Mag Die Zeit uns auch als „Weltflüchtlinge“ bezeichnen, so wollen wir doch an diesem Wochenende vor allem eines sein: Wir selbst. Und wie sind wir? Wer das in einen in einem Menschenleben lesbaren Text zu pressen vermag, der hat mehr als den Pulitzer-Preis verdient. Wir sind davon weit entfernt. Doch hoffen wir, mit diesem Text einmal mehr einen lesenswerten Bericht über eines der schönsten Festivals unserer Szene veröffentlicht zu haben. An dieser Stelle geht unser obligatorischer – und dennoch ernst gemeinter und ehrlicher – Dank an das Team von Scorpio-Events für die vorbildliche Betreuung und diejenigen, die an diesem Wochenende für Ordnung und Sauberkeit gesorgt haben. Das nächste M’era Luna-Festival findet vom 11. – 12. August 2007 statt. Auf bald! |

Wie beginnt man den Bericht über ein Festival, das längst zu einer Institution innerhalb der Schwarzen Szene geworden ist? Mit einem platten „Alle Jahre wieder...“? Mit einer Hommage an die vergangenen Events? Oder doch besser mit einem Allerweltsthema wie dem Wetter? Nun, in diesem Jahr entscheide ich mich für letzteres, denn nach dem letztjährigen Desaster in Sachen Niederschlag, beschäftigte wohl kein anderes Thema die rund 22.000 Menschen beherbergende Zeltstadt so sehr, wie eben das Wetter. Um ehrlich zu sein: Es war geradezu fies und hinterhältig, was insgesamt 8 verschiedene Wetterdienste für dieses Wochenende prophezeit hatten: Niederschlagswahrscheinlichkeit zwischen 65 und 90 Prozent.