| BLACKMORE'S NIGHT: Secret Voyage |
| Webzine - Rezensionen |
| Geschrieben von: Stefan Surkamp |
| Montag, 14. Juli 2008 um 01:00 Uhr |
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Renaissance-Musik mit einem Hauch von Mittelalter und Irish-Folk: Darauf läuft es auch auf "Secret Voyage" hinaus. Gut, für ein wenig Abwechslung ist also gesorgt. Seine aktuelle Veröffentlichung ist dabei aber nicht ganz so eindringlich wie sein Vorgänger „The Village Laterne“. Auf dem aktuellen Album ist er musikalischer sehr detailverliebter, was aber nicht unbedingt von Vorteil sein muss. Man braucht eine ganze Weile, um Zugang zu bekommen.
Dennoch scheint sein Konzept aufzugehen, zumindest wenn man sich an den Verkaufszahlen orientiert. Aktuell ist er auf Platz 14 der offiziellen deutschen Album-Charts zu finden (Stand 13.Juli 2008). Auf einigen seiner Alben legte Ritchie Blackmore auch immer Wert auf Coverversionen. So auch bei "Secret Voyage". Das Ergebnis hier heißt "Can't help falling in Love", bei dem Blackmore seine Deep Purple-Wurzeln auslebt. Es ist der einzige Song, der nicht so ganz zu den anderen passen will. Abgesehen vom ersten sehr gewöhnungsbedürftigen Song, kann man vom Album genau das erwarten, was man mit BLACKMORE’S NIGHT verbindet: Renaissance-Mixtur. Das war’s dann aber auch schon. Überraschungen gibt es keine und was will man angesichts eines straffen Bandkonzepts noch herausholen? Kraftvolle Songs sind dabei, zurückhaltende nachdenkliche und tiefgründige. BLACKMORE’S NIGHT eben, aber eben auch nicht mehr. Man traut Ritchie Blackmore mehr zu als dies. Auch ein Blick auf die Homepage unterstreicht diesen Eindruck. So steht einem schön gestalteten Plattencover eine wirre und lieblos aufgebaute, merkwürdige Internetpräsenz gegenüber. Spartanisches Auftreten. Und das Album passt dazu. Im Grunde also nicht wirklich spannend. Die Musik könnte für sich sprechen. Tut sie das? Ab September kommt er für sechs Termine nach Deutschland, natürlich wie immer in historischen Kostümen und traditionellen Instrumenten. Wer noch zu den Vinyl-Liebhabern gehört, darf sich übrigens freuen. „Secret Voyage“ gibt es auch als Doppel-LP mit schönem Klappcover. Mein Fazit: Abgesehen vom ersten Song „God save the Keg“, der locker als neue Titelmelodie für das Sandmännchen durchgeht, ist „Secret Voyage“ zwar ganz annehmbar, aber dennoch auch in weiteren Abschnitten ein wenig anstrengend. |

Die Renaissance ruft. Und RITCHIE BLACKMORE ist mit neuem Album zurück. Die Tradition ist allgegenwärtig. Er hält gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Candice Night am bewährten Strickmuster fest. Ist es das, was man von ihm erwartet? Auch die neuen Songs BLACKMORE’S NIGHTs auf "Secret Voyage" lassen zwar unweigerlich wie üblich bei seiner Musik manch schöne Geschichten von Freiheit und Leben im Kopf entstehen. BLACKMORE’S NIGHT muss man dafür aber nicht zwangsläufig mögen. Ist es das Nonplusultra?