FEEDING FINGERS: Baby Teeth
Webzine - Rezensionen
Geschrieben von: Katharina Nieden   
Samstag, 28. März 2009 um 18:06 Uhr

babyteeth"THE CURE" sollte wohl der erste Name sein, der einem durch den Kopf schießt, wenn man die ersten Klänge des nunmehr zweiten Albums der FEEDING FINGERS, "Baby Teeth", vernimmt. Musik und Stimme weisen eine nicht zu leugnende Ähnlichkeit auf und üben dennoch eine ganz eigene Faszination aus.

Dennoch heben sich FEEDING FINGERS stark von all den anderen Bands ab, die musikalisch in die gleiche Richtung gehen oder sich selbst als Nachfolger von Ikonen wie THE CURE oder BAUHAUS sehen. Die drei Jungs aus Atlanta erschaffen eigene Klangwelten, kreieren eine ganz eigene Athmosphäre, die schon bald zum Verweilen, zum Versinken einlädt. Dabei ist "Baby Teeth" entwaffnend melancholisch, vergleichbar mit einem dieser düsteren, regnerischen Herbsttage, an denen das erneute Scheinen der Sonne fast schon unmöglich scheint.

Das Augenmerk ist hier nicht auf einzelne Stücke zu legen, vielmehr muss man das Album als Gesamtkunstwerk betrachten. Und dabei wird schnell deutlich: "Baby Teeth" kommt nicht als Abklatsch einer Ikone daher, sondern als sehr eigenständiges, lobens- und hörenswertes Album, welches auch nach mehrmaligem Hören nicht langweilig wird, nichts von seiner Intensität verliert.

Selten konnte ich dem beigelegten Promo-Schreiben so bedingungslos zustimmen: "welch andere Gothic-Band hat je derart konsequent dort angesetzt, wo Robert Smith & Co vor einigen Jahrzehnten aufgehört haben?" Fans der minimalistischen Musik, THE CURE- Anhängern und Musikliebhabern, die nichts mit der heutigen klischeebeladenen Musikszene anfangen können, sei FEEDING FINGERS stark ans Herz gelegt. Ein Besuch auf der Myspace-Seite oder last.fm ist in dem Sinn absolut lohnenswert!

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