| TYSKE LUDDER: Anonymous |
| Webzine - Rezensionen |
| Geschrieben von: Michael Hoch |
| Donnerstag, 23. Juli 2009 um 23:41 Uhr |
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Die Hauptdarsteller sind in der Lage, ihre Ideen in die Neuzeit zu übertragen und haben nicht einen Song dahingerotzt, sondern immer schön für ein gutes Ergebnis genauestens seziert. Immerhin gibt es TYSKE LUDDER seit 1990. Das muss sich schließlich irgendwie bezahlt gemacht haben. Ihre langjährige Abstinenz überstanden, meldeten sie sich mit „Sojus“ zurück, deren limitierte Erstauflage inklusive Bonus-CD innerhalb kürzester Zeit vergriffen war. Mit "Anonymous" hauen sie jetzt noch 'ne Schippe drauf. Zum Durchatmen keine Zeit. Ihre Arrangements sind dichter, textlich kommen sie schneller auf den Punkt. Und es scheint, als hätte Albert stimmlich zugelegt. Hinzu kommen markante Soundsamples. Ebenso typisch TYSKE LUDDER: Coverversions. Die Melodie des „March“ wird einem bekannt vorkommen ebenso wie „Panzer“. Letzteres stammt von JESUS AND THE GURUS. Wer das Album hört, mag sich kaum vorstellen, dass die deutsche Hure, TYSKE LUDDER, der Wave- und New-Romantic-Szene entstammt. Wer die Formation übrigens live sehen will: Einer ihrer seltenen Gigs ist dieses Jahr beim M'era Luna. Ihrem Promolabel muss man Recht geben. Tracks wie „Frya Fresena“ könnten sich zu den neuen Clubhymnen entwickeln. Und auch zu "Anonymous" gibt es eine Erstauflage, exklusiv in einer nummierten Digibox mit signierter Autogrammkarte, Posterbooklet und Metal-Pin, limitiert auf 1000 Exemplare. Ran an den Speck und rein mit der Dröhnung. Hier wird geklotzt. MEHR ZUM THEMA AUF NORTHERN-GOTHICS.DE Tyske Ludder Anonymous Frya Fresena Shokkz Sojus Jesus And The Gurus Wave New-Romantic M'era Luna |

Ganze Arbeit haben TYSKE LUDDER mit ihrem aktuellen Album „Anonymous“ geleistet: geballte Energie, beißende Beats, krachende Maschinen. Perfekte Dramaturgie. Mit "Frya Fresena" geht’s in die Offensive. Die richtige Wahl. "Shokkz" ist ein spaciger Psycho-Trip "Nackt bis auf die Knochen". Textlich sind sie wieder mal unverblümt "vom Kuss der Tollheit völlig betäubt", mit sexistischen Einschlägen, alles andere als sinnentleert, sondern mit Substanz und gestochen tanzbarer Aggression. Ja, das funktioniert.