| Z-EFFEKTOR: Zwischen XII Uhr |
| Webzine - Rezensionen |
| Geschrieben von: Stefan Surkamp |
| Sonntag, 09. August 2009 um 17:16 Uhr |
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"Die sind gemein!" dachte ich mir, als ich nach dem ersten Track. Zu leicht und angenehm war es gewesen, sich von der düster-wavigen Nummer einfangen zu lassen und sich auf mehr davon zu freuen.Statt so weiter zu machen, schleudern die Baden-Württemberger mit etwas abgekupferten um sich. Ingo Appelts grottenschlechter Fun-Song "Das Böse Wort Mit 'F'" lässt grüßen... Ohnehin: Z-EFFEKTOR sind am besten, wenn sie sich selbst etwas ernster nehmen. Die Perlen des Albums sind dann auch die Stücke, bei denen es weniger hart zur Sache geht und der Einfluss der Wavemusik seine Vorzüge ausspielen darf. Der Titeltrack "Zwischen XII Uhr", "Wenn Engel Fallen", "Teleutaion" und "Melacholie" wären meine erste Wahl, für eine musikalisch in sich geschlossene EP gewesen. Z-EFFEKTOR täten gut daran, sich auf dem ruhigen Sektor zu bewegen und dort zu vollendeter Reifung zu gelangen - sie könnten Großes vollbringen, vor allem mit ihrer Female-Voice. Die anderen Tracks auf diesem Album kann man dann getrost in ein paar Jahren als Jugendsünden oder erste Schritte bezeichnen. Der lange Atem, den sie brauchen werden, sei Z-EFFEKTOR gewünscht. |

Bei der weichgespülten und auf Konformität getrimmten Masse der derzeitigen Szene-Veröffentlichungen, kommt man als Musikjournalist nicht oft in die Situation, sich mit einem Album auseinander setzen zu müssen, bei dem man von einem "zweischneidigen Schwert" sprechen kann. Z-EFFEKTOR legen mit ihrem neuen Longplayer "Zwischen XII Uhr" aber genau so etwas vor. Von tieftraurigem bis sinnfreiem Text reicht die Spanne ebenso, wie von gut hörbaren, straighten Lines bis zu gewitterartigem Akustik-Stroboskop. Interessant - im positiven Sinne.