| NITZER EBB: Industrial Complex |
| Webzine - Rezensionen |
| Geschrieben von: Stefan Surkamp |
| Sonntag, 31. Januar 2010 um 15:49 Uhr |
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Wie klingen die Mitbegründer des "echten" EBM denn nun 2010? Zunächst mal wenig aufgeräumt. Wilde Synthline-Kapriolen sorgen bei den ersten Tracks für akustische Verwirrung, die sich erst nach mehrmaligem Hören legen will, nachdem sich das gesamten Konstrukt der Komposition erschlossen hat. Dann aber entfalten die Tracks ihre volle Wirkung - es rummst und zwar gehörig. Und das komplett ohne in Lärm auszuarten. Es geht aber auch durchaus ruhiger zu - und wie! "Going Away" geht schon fast als Ballade durch und auch "Hit You Back" schlägt eher moderate Töne an. Mit dem fünften Song "Payroll" ist man dann kurz vor der Halbzeit wieder in gewohnteren Gefilden angekommen und die Herren von der Insel lassen keinen Zweifel daran, wo NITZER EBB sich vor knapp drei Jahrzehnten positioniert haben und wo sie noch immer stehen: Auf der Höhe der Zeit. Und wie spät es ist, bestimmen sie wie immer selbst. Die Jungs um Douglas McCarthy liefern nicht nur heiß ersehntes Material von der Stange ab, sondern haben den Spagat zwischen guter alter Zeit und der Gegenwart bravourös gemeistert. Wie immer entscheiden die Hörer am Ende, aber "Industrial Complex" gehört einfach in jedes gut sortierte Electro-Regal. Saubere Arbeit! MEHR ZUM THEMA AUF NORTHERN-GOTHICS.DE Nitzer Ebb Industrial Complex Depeche Mode Tour Of The Universe Douglas McCarthy EBM Oldschool |

Die Britischen Vorzeige-Elektroniker NITZER EBB sind zurück! Das erste neue Album seit fünfzehn Jahren trägt den - relativ unspektakulären, dafür aber eingängigen - Titel "Industrial Complex" und wird für gehörige Aktivität auf den Szene-Tanzflächen rund um den Erdball sorgen, so viel ist sicher. Aktuell sind die drei EBM'ler mit ihrer eigenen Tour fürs Erste durch, dafür supporten sie in nächster Zeit keine geringeren als DEPECHE MODE auf der "Tour Of The Universe". Echten Fans der Stilrichtung wird der Sound der Supporter wohl gefallen, dem schlichten DM-Fan, der einfach nur mal die Großen live sehen möchte, passt der NEP-Sound vielleicht nicht so ganz in den Kram.