| ANDERS MANGA: Infinite Gaze To The Sun |
| Webzine - Rezensionen |
| Geschrieben von: Stefan Surkamp |
| Montag, 01. Februar 2010 um 20:32 Uhr |
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Exkurs in die Logik des Unlogischen erfolgreich absolviert! Dem Unken zum Trotze - es gibt ihn ja schon, den amerikanischen Könner. "Goth sei Dank!" möchte ich sagen, denn hier gibt's mal kein sinnfreies Electro-Geschrammel, sondern ausgewogene Elektronik, fein abgestimmt mit Realinstrumenten. Und dann die Stimme! Beeindruckend, was der Mann da ins Mikro haucht, ruft, singt (und niemals brüllt!). Da braucht es keinen Vocoder, um mangelndes Talent zu kaschieren, keineswegs. Hier ist jemand am Werk, dem man durchaus eine Gesangsausbildung attestieren könnte. Begleitende Recherchen ergaben dahingehend jedoch nichts. Letztlich ist es aber auch egal, ob hier klassisch erlernt wurde oder sich im Laufe der fünf Vorgängeralben zum neuen Longplayer "Infinite Gaze To The Sun" ein Talent entwickelt hat - das Ergebnis zählt. Selbiges kann sich hören alssen: Eingängige, softe Electrosounds, eine nicht vorhersehbare aber nicht chaotische Melodielinie, die sich teilweise zaghaft, teilweise treibend den Weg ins Ohr sucht - und hängen bleibt. ANDERS MANGA erlaubt sich auf "Infinite Gaze To The Sun" eine Gratwanderung zwischen 80er-Jahre-Düster-Elektronik und einem Hauch dessen, was VNV NATIONs Ronan Harris abliefern würde, wenn er sich an dem Remix eines ATROCITY-Songs versuchen würde. Klingt interessant? Dann ab zum Plattendealer! Noch eine Nebensächlichkeit für die Damen: Der Typ sieht auch noch verdammt gut aus (auch wenn man das als Mann höchstens noch über Sean Connery sagen darf...). Mal sehen, ob man ihn dieses Jahr nicht auf irgendeinem Festival zu sehen bekommt. Also, ANDERS MANGA meine ich, nicht Sean Connery. Ach ja, und Ronan? Falls Du das hier liest: "Atlantis" wäre doch mal eine musikalische Exkursion wert, oder? MEHR ZUM THEMA AUF NORTHERN-GOTHICS.DE Anders Manga Infinite Gaze To The Sun Electro DarkWave 80er VNV Nation Ronan Harris Atrocity RemixVerwandte Artikel
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Also, bei ANDERS MANGA wird's nun wirklich spannend. Kostprobe aus dem Promosheet: DarkWave, dunkel-melancholisch, Gothtronica... Ein verzweifelter Versuch, das, was man eigentlich nur fühlen kann, in Worte zu fassen? Also, dieses unterschwellige Gefühl, welches einen beim Hören von Musik beschleicht, die sich nicht einfach sofort erschließt, weil sie sich nicht - wie unbequem! - mit irgendwas vergleichen lässt, dass es schon gibt? Prost Mahlzeit! ANDERS MANGA ist ANDERS MANGA - und wenn's ihn nicht gäbe, müsste man ihn erfinden, damit er, zur Hölle nochmal, das komponiert, was er halt so komponiert.