EISBRECHER: Eiszeit
Webzine - Rezensionen
Geschrieben von: Michael Hoch   
Sonntag, 28. März 2010 um 19:48 Uhr
eiszeitEISBRECHER wird entweder einen leichten Weg vor sich haben, wenn am 16. April sein neues Album "Eiszeit" erscheint oder einen schweren Stand. Er balanciert zwischen Rammstein, Oomph und Unheilig, allesamt massenkompatible Kandidaten, die sich ihren Weg in die Charts freigeschaufelt haben. Das Label ist zuversichtlich und prognostiziert "Eiszeit" eine Top-Ten-Platzierung. Ist es das, wohin der Weg führen soll?

Doch immerhin ist EISBRECHER diesbezüglich schon "vorbelastet" und erreichte mit seinem Vorgänger ebenfalls gute Positionen. Auch wenn "Der Checker" auf DMAX Alexx Wesselsky nicht weiß, wie es mit "Eiszeit" enden wird, die Latte hängt hoch, was sein Genre angeht. Doch er weiß es gut zu bedienen, mit krachenden Stakkato-Beats und simplen beinahe zu banalen Reim-Texten ohne Umschweife, in denen er so manch heißes Eisen anpackt. Seine Songs sind nicht unstrittig. Auf "Eiszeit" beschäftigt er sich mit den aktuellen Amokläufen und Schönheitswahn, während EISBRECHER auf ihrem letzten Album "Sünde" mit "Heilig" schon weitsichtig auf den sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche anspielten.

Musikalisch bleibt Alexx dort, wo er zuvor aufgehört hat. Keine Experimente. Sounds in der Schnittstelle zwischen Rock und Industrial. Mehr gibt es kaum zu sagen. EISBRECHER bleiben, wie sie sind. Und es wird ihnen auch dieses Mal helfen, sich im Mainstream zu aalen.
 
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