| Stell dir vor, JESUS ON EXTASY drehen ein Video und keiner geht hin... |
| Webzine - Seitenblicke |
| Geschrieben von: Michael Hoch |
| Montag, 18. Februar 2008 um 17:46 Uhr |
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„Du liebst Musik und Konzerte? Du wolltest schon immer in einem Musikvideo mitspielen? Du bist jung, sexy und deine Eltern hassen deine Frisur oder was du trägst?“ Du bist zudem unorganisiert und weißt noch nicht, mit welcher sinnlosen Freizeitbeschäftigung Du Dein Wochenende verbringen möchtest? Warum also nicht mal eine Band unterstützen und zu an einen unbekannten Ort in NRW fahren, irgendwo, wo am liebsten aber eigentlich niemand hingehen soll, weil es ganz geheim ist und man von Bandseite auf keinen Fall gestört werden möchte. Warum also nicht einfach mal eine offizielle Pressemitteilung rausschicken, um die ganze Sache so kurzfristig wie möglich zu bewerben, damit auch wirklich niemand die Gelegenheit hat, es in irgendeinem Organ anzukündigen?Am besten auch noch dazu schreiben, dass im Ruhrgebiet das Video zur neuen Single gedreht wird. So geschehen bei den Digital Dandies JESUS ON EXTASY. „Der Laden muss brennen“, hieß es dort, „die Stadt muss beben!“ - vorausgesetzt man erfährt irgendwann einmal, um welche es sich handelt. Eine Woche vor Termin erreichte die Redaktion eine solche Einladung, ein Aufruf an vermeintliche Fans, sich mit Bild, Namen und Alter anzumelden, inklusive - ohne Einsendeschluss versteht sich. Genauere Infos sollten nach Anmeldung kommen. Schön. Also mal eben schnell mit allem drum und dran ganz privat angemeldet und gewartet. Und gewartet. Und gewartet - bis einige Tage vor Drehbeginn, der irgendwann und irgendwo am 16. und 17. Februar starten sollte. Schließlich riefen JESUS ON EXTASY extra dazu auf, auch auf ihrer Homepage: „Wir brauchen dich“. Gut, kein Problem. Wenn ihr uns braucht, dann tun wir euch Jungs und Mädels ganz offiziell aufgrund der Presseeinladung eben was Gutes und begleiten euch promotechnisch auf dem Weg zum neuen Video, frei nach dem Motto: „Stay with me“, wie die neue Single heißt. Also schnell mal angefragt, wie, wo und wann die Presse dann kommen darf. „Nö, wird nicht möglich sein“, ließ man kurz darauf verlauten. Einlass gäbe es nur für diejenigen, die am Video teilnehmen. Aha, also nicht dumm rum stehen, sondern vor Ort immer schön Einsatz zeigen, nicht wahr? Für die Presse ja kein Problem.Gut, meinetwegen. Man drängt sich ja nicht unnötig auf. Kamera und Blitz lassen wir gerne zu Hause, man möchte ja nicht die Filmkameras irritieren und die Band unnötig aus der Ruhe bringen. Hingehen, sich einen Eindruck verschaffen, vielleicht in einer Drehpause ein paar O-Töne einholen und nen schönen Bericht schreiben, frei nach dem Motto: „Wir zählen auf dich!“, wie ein weiteres offenherziges Zitat der Band in der Mitteilung verriet aber eigentlich „Wir warten nicht auf dich“ heißen müsste. Nichts leichter als das, normalerweise - es sei denn, man nimmt es nicht so genau, mit dem, was man publiziert wie im Falle der „Superdandies“. Stellen sich für alle Beteiligten oder müsste man hier besser sagen alle „Unbeteiligten“ jede Menge Fragen, nach deren Antworten man besser die Band nicht fragen sollte. Wären JESUS ON EXTASY mit einem Namenszusatz wie JESUS ON EXTASY desultorily nicht eigentlich viel glücklicher? Und überhaupt: Braucht jemand wie „Jesus“ noch Promotion? Und vor allem: Gibt es nicht eigentlich schon ausgereifte Filmtricktechnik, um eine schreiende Fanmenge in einen fiktiven Konzertsaal zu montieren?Fragen über Fragen, die die Menschheit nicht braucht. Wobei wir wieder bei der Pressemitteilung wären. Ach ja, wen’s interessiert: Einer weiteren Bandinformation zufolge musste übrigens das Konzert in Bielefeld im vergangenen September aus organisatorischen Gründen abgesagt werden... MEHR ZUM THEMA AUF NORTHERN-GOTHICS.DE WEBZINE uncategorizd Stell dir vor JESUS ON EXTASY drehen ein Video und keiner geht hin... |

